Wein und Bayern...

...sind beileibe kein Gegensatz. Seit die Römer auch diesseits der Alpen Weinreben einführten, um die Legionäre bei Laune zu halten, galt Bayern über Jahrhunderte als augesprochenes Weinland. Die Klöster in Regensburg pflegten den Weinbau hingebungsvoll, die Wittelsbacher Herzöge ließen sich aus ihren Besitzungen um Kelheim und Regensburg den sogenannten Baierwein in ihre Münchner Residenz liefern. Baierwein nannte man in Abgrenzung zum Frankenwein ehemals den in Altbayern angebauten Wein. Erst die Verwüstungen des 30-jährigen Krieges machten der bayerischen Weintradition ein - vorläufiges - Ende. In der Folgezeit setzte sich das billiger produzierbare Bier durch, das den Landesherren nicht zuletzt auch ein höheres Steueraufkommen versprach.

In unseren Tagen wird bekanntlich je nach Gelegenheit alles getrunken. Wein aber behauptet sich bis heute. Jedenfalls hat die Landeshauptstadt München heute den höchsten Pro-Kopf-Weinkonsum in ganz Deutschland und in Regensburg gibt es inzwischen wieder mehrere Winzer, die den Regensburger Wein seinen guten Namen sichern.